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Bedienelemente und Orientierungshilfen

Beim barrierefreien Bauen ist es entscheidend, dass Bedienelemente und Orientierungshilfen nach dem Mehr-Sinne-Prinzip gestaltet werden. Informationen sollen visuell, akustisch und/oder taktil zugänglich sein. So muss beispielsweise bei manuell betätigten Türen mit elektrischer Türfallenfreigabe sowohl ein akustisches als auch ein visuelles Signal die Freigabe anzeigen – damit auch Personen mit Hörbehinderungen erkennen, wann die Tür geöffnet werden kann. Gegensprechanlagen sollten zusätzlich über Lichtsignale verfügen, die anzeigen, wann die Gegenstelle zum Gespräch bereit ist. Ideal sind Systeme, bei denen sich die Lautstärke automatisch an die Umgebungsgeräusche anpasst. Beschriftungen (z. B. von Räumen oder Liftetagen) und Piktogramme müssen kontrastreich, ertastbar und leicht verständlich sein. Bedienelemente sollen einfach, mit geringem Kraftaufwand nutzbar und möglichst fehlbedienungssicher sein. Der ausschliessliche Einsatz von Touchscreens oder berührungslosen Sensoren ist ungeeignet.

Bei der Platzierung ist die Sichthöhe unterschiedlicher Personengruppen – etwa Rollstuhlfahrender oder Kinder – zu berücksichtigen. Bedienelemente sollten einheitlich angebracht und auf das Leitsystem abgestimmt sein, um die Orientierung zu erleichtern. Ein Beispiel: Aufzugbedienfelder sollten 85–110 cm über dem Boden angebracht sein. Ergänzend erleichtert ein taktiles Leitsystem am Boden oder an der Wand sehbehinderten Menschen den Zugang. So wird eine intuitive und barrierefreie Nutzung für alle ermöglicht.

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